Workshop | Kunst, Musik und Kultur
Erntedank und Endlichkeit. Drei Abende für eine Überurne
Di 17.11.26, 18:00 – 19:30 Uhr
Ev. Gemeindezentrum Botnang, Fleckenwaldweg 3, 70195 Stuttgart
Ich hoffe nicht, dass sie schon bald gebraucht wird. Aber ich weiß, dass er einmal kommen wird. Wie für alle anderen auch. Der Abschied auf dem Friedhof. Und die Beerdigung in einem kleinen Urnengrab. Dass ich verbrannt werde, ist für meinen christlichen Glauben kein Problem. Gott wird das schon hinbekommen auch mit meiner Asche, am Ende der Zeit, wie wir sie kennen.
Aber jetzt lebe ich erstmal gerne und will nicht vergessen, was mir dieses Leben gegeben hat und gibt. Das ist so etwas wie persönlicher Erntedank. Aus der Erinnerung lässt sich im Gespräch gemeinsam mit anderen vielleicht etwas gestalten, das die Früchte eines Lebens zeigt. Bilder, Profile, Farben als Oberfläche für ein besonderes Gefäß: Eine Überurne selbst gestalten, die dann zu ihrer Zeit ihre Aufgabe bekommen wird. Warum nicht?
Eine Überurne muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Größe muss stimmen, damit der DIN genormte Aschebehälter hineinpasst und die Überurne mit der Asche noch Platz hat im Erdloch des Urnengrabs. Und das Material muss vergänglich sein. In den 20 Jahren, die ein Urnengrab mindestens belegt ist, muss sie sich komplett zersetzen. Hochgebrannte Keramik ist also ungeeignet, niedriggebrannter Ton ist möglich.
Was wir nicht wissen: Wie es nach dem Tod weiter geht … Was glaubst denn Du? Man kann einmal in Ruhe darüber nachdenken und sprechen. Und vielleicht passen die Ergebnisse dann noch gut auf den Deckel meiner Überurne. Das klingt doch fast nach einem Plan.
Die Gruppengröße ist begrenzt auf 10 Personen. / Bitte erkundigen Sie sich bei der Anmeldung über die genaue Uhrzeit.
ANLEITUNG UND IMPULSE: Pfarrer Stephan Mühlich und Künstlerin Kerstin Schaefer
Kontakt: Pfarrer Stephan Mühlich,
Kostenbeitrag: 120,00 € / 120,00 € – inklusive Material
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